Die Bindegewebsmassage

Bei der Bindegewebsmassage wird davon ausgegangen, dass bei Erkrankungen der inneren Organe Spannungsunterschiede im lockeren Bindegewebe der Unterhaut entstehen. Diese Spannung versucht der Masseur zu beheben. Er ertastet zunächst die Spannung im Bindegewebe, beurteilt sie und versucht sie danach auszugleichen. Die Grundlage der Bindegewebsmassage ist der Tastbefund des Gewebes. Dabei versucht der Therapeut während des Tastens folgende Fragen zu beantworten:

Wie hoch ist der Flüssigkeitsgehalt des Gewebes? Finden sich Rheumaknötchen in der Unterhaut? Bestehen Spannungsunterschiede in der Muskulatur?

Danach reizt er alle Gebiete mit einer verminderten Spannung mittels einer besonderen Massagetechnik. Ziel dabei ist es, einen Spannungsausgleich zu schaffen. Die Massage dauert 10 bis 15 Minuten und wird zwei- bis dreimal wöchentlich durchgeführt. Bei der Bindegewebsmassage taucht die Fingerkuppe des Therapeuten in die Haut ein und zieht mit einem gewissen Druck durch die entsprechenden Hautbezirke. Dabei verspürt der zu Behandelnde ein deutliches Schneidegefühl. Dieser Reiz wird an das zugehörige Organ weitergeleitet, denn durch die Bindegewebsmassage werden auch Organe im Körperinneren beeinflusst. Im Rahmen der individuell vorhandenen Heilkraft des Körpers entfaltet sich im Laufe der Zeit eine heilende Wirkung.